a) Auswahl von Veranstaltungen zum Philosophieren im Museum
b) Veröffentlichungen im Bereich Philosophie und Kunst
a) Veranstaltungen zum Philosophieren im Museum
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Ende 2021 bis Anfang 2024 Ko-Kurator zur Ausstellung „Immanuel Kant“ (Arbeitstitel) in der Bundeskunsthalle Bonn. Führungen, Gespräche und Kuratorenvortrag im Rahmen der Ausstellung IMMANUEL KANT UND DIE OFFENEN FRAGEN, vom 24. November 2023 bis 17. März 2024. Zuvor:
- Gespräch in der Ausstellung mit den Preisträger/-innen im Jahr 2013
- Gespräch in der Ausstellung: „Anselm Kiefers Werk hinterfragt“ (2012) im Rahmenprogramm der Ausstellung „Am Anfang – Anselm Kiefer. Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe“ (20. Juni bis 16. September 2012)
- Vortrag im Rahmenprogramm der Ausstellung „Ménage à trois – Warhol, Basquiat, Clemente“ (2012)
- Philosophieren mit Kindern (2011) im Rahmenprogramm der Ausstellung „Anime! High Art – Pop Culture“ (10. Februar bis 20. Mai 2012)
Seit ihren Anfängen ist die Insel Hombroich der Philosophie zugewandt und mit ihr etwa über den Philosophen Walter Biemel verbunden. Dieser hat die Insel als Ort des „Gesprächs“ charakterisiert: „Wir lernen, aufeinander zu hören.“ In dieser Traditionslinie sieht sich das Angebot „Philosophischer Spaziergänge“. Zwischen 2012 und 2022 fanden rund 70 Spaziergänge zu den folgenden Themenfeldern statt:
- Wo leben wir wie? Orte über Orte Gemeinsames Philosophieren über das Verweilen
Natur, leere Räume, ein Turm, ein Labyrinth, Übergänge und Rückzugsorte. Entlang dieser architektonischen Skulpturen von Erwin Heerich im Museum Insel Hombroich wird eine Typologie gesellschaftlicher Räume und Orte entwickelt und gemeinsam diskutiert. Fühlen wir uns heimisch wo wir sind oder wünschen wir uns weg? Wohnen wir oder sind wir auf der Durchreise? Eine Bestandsaufnahme der aktuellen gesellschaftlichen Situation einmal anders. - Zeit und Zeiten. Wie sich Zeit zeitigt
„Menschliche Existenz verwirklicht sich im Entwerfen der Zukunft, im Behalten des Gewesenen und im Entspringenlassen der Gegenwart.“ (Walter Biemel) Das Bedeutet, dass sich die menschliche Existenz (mit Heidegger) zeitigt. Sie ist wesentlich zeitlich strukturiert und orientiert. Nicht nur, dass die menschliche Existenz endlich ist, sie entwirft sich auf die Zukunft hin in Angst und fußt nostalgisch und selbstverliebt in der Vergangenheit, während die Gegenwart oft genug in der Prokrastination stecken bleibt.
LehmbruckMuseum, Duisburg
Philosophieren mit Kindern: Workshops für Schulklassen im Lehmbruckmuseum zu den Themen (2012)
- Wozu ist ein Museum da?
Philosophieren mit Kindern zum Thema Erinnern und Vergessen
Grundschule (3./4. Klasse)
Was würdet Ihr in ein Museum stellen? Und warum? Bringt einfach ein paar Dinge, Bilder, Spielzeuge oder was Euch sonst noch so einfällt mit. Wir machen eine Ausstellung und überlegen, ob die Dinge hier gut aufgehoben sind. - Und wo bleibe ich?
(Sekundarstufe I)
Viele Skulpturen Lehmbrucks sind anonymisiert. Es sind keine individuellen Gesichtszüge erkennbar. In ihnen ist das Schicksal (s)einer Generation und das von Menschen generell gestaltet. Aber allen Gemeinsamkeiten zum Trotz: Wie kam und kommt es, dass der Einzelne aus dem Blick gerät? Vom Räderwerk bis zum Vorurteil werden Formen diskutiert, in dem der einzelne konkrete Mensch keine Rolle mehr spielt. Philosophische Übungen in der Wertschätzung der Einzigartigkeit.
Museen der Universität Bonn
Ägyptisches Museum Bonn (2014)
- Philosophische Seminare im Ägyptischen Museum der Universität Bonn
Aus Anlass der Präsentation einer neuen Vitrine zum Thema „Mumifizierung“ bietet das Ägyptische Museum der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit dem Philosophen Dr. Thomas Ebers zwei Seminare an. Im Rahmen dieser Gespräche werden sich in der Auseinandersetzung mit dem altägyptischen Objekt entwickelnden Themen diskutiert: Von der Notwendigkeit, sterblich sein zu müssen & Von der Notwendigkeit, geboren zu werden
- Philosophischer Radiosalon (WDR 5, 22.01.2014)
Anlässlich der Eröffnung dieser neuen Vitrine zum Thema Mumifizierung diskutiert Jürgen Wiebicke im Philosophischen Radiosalon (WDR 5) mit dem Kurator des Ägyptischen Museums, Dr. Martin Fitzenreiter, und dem Philosophen Dr. Thomas Ebers. Die Diskussion findet statt im Ägyptischen Museum der Universität Bonn, - „Vom Ende meiner Zeit. Was denkt Ihr denn so über den Tod?“ (Philosophieren mit Kindern)
Anlässlich der Ausstellung „Grenzen des Totenbuchs“ fand im Ägyptischen Museum der Universität Bonn der Kinder-Workshop „Vom Ende meiner Zeit. Was denkt Ihr denn so über den Tod?“ statt.
Roentgen-Museum Neuwied
Reliquion- Sieben Positionen zeitgenössischer Künstler zu Glauben und Aberglauben
Ausstellung vom (26.07.2012)
Anlässlich des „Kultursommers Rheinland-Pfalz“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gott und die Welt“ steht, fand die offenen Diskussion unter dem Motto: „Ewiges Leben: Religiöser Wahn, schöne Vision oder schon im Visier?“ sind alle Interessierten herzlich eingeladen. An der Diskussionsrunde nehmen teil: Prof. Dr. Wolfgang Heiden (Prof. für Informatik, Biotechnologie und Biochemie, Dekan der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg), Dr. Ulrike Peters (Religionswissenschaftlerin, Ethnologin, Buchautorin) und Dr. Thomas Ebers (Institut für angewandte Philosophie und Sozialforschung, Bonn).
b) Veröffentlichungen im Bereich Philosophie und Kunst:
- Ebers, Thomas (2023): Wie die Tripelwelt Farben aus der Welt verbannte. in: Farbe ist Programm : Teil eins / Konzept: Kolja Reichert, Liam Gillick. Redaktion Kolja Reichert. Grafische Gestaltung Liam Gillick. – 1. Auflage; ISBN 978-3-903439-0*4-7*
- Ebers, Thomas (2022). Philosophy and Cultural Heritage. An Approach to Philosophy in Museal Contexts. Monograma. Revista Iberoamericana de Cultura y Pensamiento, n.º 10, pp. 55-75. doi: 10.36008/monograma.2022.10.0353. http://revistamonograma.com. ISSN: 2603-5839 (http://revistamonograma.com/wp-content/uploads/2021/12/Revista-Monograma-10-Patrimonio-filosofico.pdf)
- Ebers, Thomas (2020): Geländerbefreite Kunst. Informelle Kunst und ihre Bedeutung für das Hier und Jetzt; in: Geste. Informel. Privat. Werke aus einer Privatsammlung (1952-1964); herausgegeben von Susanne Kleine; Köln 2020
- Ebers, Thomas (2018): Innenarchitektur offener Regionalität; in: Künstler in der Grafschaft Bentheim, Düsseldorf 2018, S. 10-13.
- Ebers, Thomas (2017): Selbstbild(n)er Sieverdings Selbstporträts als Faden narrativer Identität; in: Katharina Sierverding : Kunst und Kapital; Werke von 1967-2017; München 2017.
- Ebers, Thomas (2016): Gefüllte Zeit. Hanne Darboven und das Phänomen der Zeit-Geschichte(n); in: Hanne Darboven. Aufklärung – Zeitgeschichten. Eine Retrospektive, hrsg. v. Okwui Enwezor und Rein Wolfs, München 2016, S. 22-29.
- Ebers, Thomas: Vom betreuten zum betreuenden Sehen; in: GOPEA 2015. Junge Kunst fördern, hrsg. v. Rainer Robben, Jürgen Schomakers, Dortmund 2015.
- Ebers, Thomas (2015): Motive, die auf der Straße, seitlich der Straße und etwas oerhalb liegen; in: Ralph Fleck – Malerische Grenzauflösungen,Hrsg. v. Walter Smerling und Susanne Kleine, Köln 2015, S. 86-91.
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Ebers, Thomas (2014): Museen als Denkorte. Ein Plädoyer für “Philosophie im Museum”; in: Standbein Spielbein. Museumspädagogik Aktuell, No. 99, August 2014, S. 4-7.
- Ebers, Thomas (2012): Bleiernes Ich. Anselm Kiefers Arbeit am kulturellen Gedächtnis, in: Anselm Kiefer. Am Anfang, Wienand Verlag, Köln 2012, S. 120-129.