Vortrag Karl Marx oder die „Partei zur Förderung der Mondfinsternis“, 19.04.2018 Bonn

Samstag, 19.04.2018, 20:00 – 21:30 h

Vortrag Karl Marx oder die „Partei zur Förderung der Mondfinsternis“: Überlegungen zur Geschichtsphilosophie von Karl Marx und ganz allgemein

Warum Parteinehmen für etwas, was – wie eine Mondfinsternis – auch ohne eigenes Dazutun erfolgt? Diese Frage entstand in der Auseinandersetzung rund um die Marxistische Variante der Geschichtsphilosophie, dem Historischen Materialismus und soll in diesem Vortrag als Ausgangspunkt für einen Blick auf die Geschichte der Geschichtsphilosophie dienen. Anhand des auf Veränderung ausgerichteten Geschichtsdenkens von Marx werden die Grenzen der Geschichtsphilosophie aber vor allem auch ihre Unverzichtbarkeit diskutiert.

Bonn, Universität Hauptgebäude,

Am Hof 1, Hörsaal IX Am Hof 1

53111 Bonn

Philosophisches Café im Kloster Frenswegen, 13.04.2018

Freitag 13.04.2018, 19:30-21:15
Philosophisches Café im Kloster Frenswegen

Der aufrechte Gang. Oder: Was macht den Menschen zum Menschen?

Menschen sind eine eigene Spezies. Sie unterscheiden sich von ihren Mit-Tieren. Aber worin bestehen die Unterschiede genau, nachdem Charles Darwin unsere Zugehörigkeit zum Tierreich nachgewiesen hat? Und wie ist es um unsere Einzigartigkeit bestellt, wenn die technologischen Entwicklungen immer intelligentere Systeme hervorbringen? In dieser Mittelstellung zwischen Tier und Systemen künstlicher Intelligenz muss der Mensch seine eigene Stellung finden. In der Philosophie wird in diesem Zusammenhang vom Posthumanismus gesprochen. Was aber kann nach der Humanität kommen?

Ort: Kloster Frenswegen; Nordhorn
Teilnahmegebühr inkl. Getränk und Kuchen: 5 Euro
(Ermäßigung, z.B. für Schüler, auf Anfrage)
Informationen bei Reiner Rohloff, ev.-ref. Moderator

Philosophisches Café im Kloster Frenswegen, 19.01.2018

Freitag 19.01.2018, 19:30-21:15
Philosophisches Café im Kloster Frenswegen
Nach mir die Sintflut!

Wie viel Verantwortung haben wir für diejenigen, die nach uns kommen?
Können wir eine solche Verantwortung überhaupt übernehmen oder sind
wir damit permanent überfordert – ist es doch schon schwierig genug,
sein privates Umfeld gut zu bestellen. Auch wäre es wohl eine maßlose
Selbstüberschätzung zu glauben, die eigenen Taten könnten die Welt
retten oder gar untergehen lassen? Oder vielleicht doch nicht?

 

Ort: Kloster Frenswegen; Nordhorn
Teilnahmegebühr inkl. Getränk und Kuchen: 5 Euro
(Ermäßigung, z.B. für Schüler, auf Anfrage)
Informationen bei Reiner Rohloff, ev.-ref. Moderator

„Allein durch Glauben, allein die Schrift…“; Mittwoch, 11. Oktober 2017

Vortrag zur Intellektuellenfeindlichkeit von Luther bis zur Gegenwart

Eine Leistung Luthers wird im Jubiläumsjahr der Reformation immer wieder betont: Luther stellte den Menschen unmittelbar vor Gott und somit auf sich selbst. Keine kirchliche Institution, keine Sakramentenlehre tritt mehr vermittelnd zwischen Mensch und Gott beziehungsweise zwischen den Menschen und sein Heil. Auch wenn bei Luther das Individuum ins Zentrum rückt, bedeutet dies nicht, dass damit auch seine geistige Unabhängigkeit eine besondere Hochschätzung erfährt. Ganz im Gegenteil: Luther vertraute dem Intellekt nicht immer. In seinen zahlreichen Äußerungen finden sich antiphilosophische Polemiken und Anklänge einer Feindschaft wider den Intellekt. Für den amerikanischen Philosophen Eric Voegelin ist Luther ein Repräsentant der „großen Verwirrung“, „grundsätzlich mit nichts anderem beschäftigt als mit der Verbreitung seiner eigentümlichen, persönlichen Erfahrung“. Dr. Thomas Ebers studierte Philosophie, Soziologie und vergleichende Religionswissenschaft in Bonn.

Ort: Augustinum Bonn; Vortragssaal
Römerstraße 118
53117 Bonn
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 6 Euro

Philosophisches Café im Kloster Frenswegen, 29.09.2017

Freitag 29.09.2017, 19:30-21:15
Philosophisches Café im Kloster Frenswegen

Taugt Mitleid zu einem zentralen ethischen Begriff?
Hat Lessing recht, dass der „mitleidigste Mensch … der beste Mensch“ ist? Oder ist es vielleicht doch derjenige Mensch, der sich nicht von einem blinden Gefühl in seinem Handeln leiten lässt? Taugt Mitleid zu einem ethischen Grundbegriff, oder sollten wir uns doch besser ganz im Sinne der Stoa auch von diesem Affekt fernhalten. Wenn die Redensart stimmt, dass geteiltes Leid halbes Leid sei, verringert Mitleid offenbar nicht die Menge an Leid in der Welt. Mitleid macht also im Grunde nichts besser? Vielleicht macht Mitleid aber auch nur die Welt ein wenig lebenswerter.

Ort: Kloster Frenswegen; Nordhorn
Teilnahmegebühr inkl. Getränk und Kuchen: 5 Euro
(Ermäßigung, z.B. für Schüler, auf Anfrage)
Informationen bei Reiner Rohloff, ev.-ref. Moderator