Die EU schreitet voran: Ergebnisse öffentlich geförderte Forschung soll auch frei öffentlich zugänglich sein (Open Access). Bis 2016 sollen 60% der in Europa veröffentlichten Ergebnisse frei zugänglich sein – unter Umgehung mächtiger Wissenschaftsverlage.
(Zum Artikel auf Spiegel Online)
Archiv des Autors: Dr. Thomas Ebers
Arbeit am kulturellen Gedächtnis
Gestern, am 19.06.2012, wurde in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland die Austelleung Am Anfang Anselm Kiefer. Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe eröffnet. Wer die Gelegenheit hat, sich diese Arbeiten eines der weltweit bedeutensten deutschen Künstlers aus den letzten Jahrzehnten anzusehen, sollte diese auch unbedingt ergreifen. Die größtenteils momumentalen Arbeiten sind mindestens beeindruckend und teils überwältigend. In der Kunst- und Ausstellungshalle finden sie darüber hinaus einen angemessenen und ihre Wirkung steigernden Raum.
Kiefers Kunst lässt Raum für vielfältige gerade auch philosophische Assoziationen. Dies habe ich versucht in meinem Beitrag Bleiernes Ich. Anselm Kiefers Arbeit am kulturellen Gedächtnis, erschienen in dem die Ausstellung begleitenden Buch Anselm Kiefer. Am Anfang, Wienand Verlag Köln 2012, S. 120-129, zu zeigen.
Die Ausstellung läuft bis zum 16. September 2012.
Interview
Anlässlich des bevorstehenden ersten Philosophischen Cafés in Nordhorn am Freitag, den 13.07.2012 um 19:30 Uhr bat der regionale Radiosender „Ems-vechte-Welle“ zu einem Interview im Mittagsgespräch: Zum Podcast Interview
Ohrenkuss und die Wunderscheibe
Ohrenkuss eine Zeitung gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, entsteht in der downtown-werkstatt für Kultur und Wissenschaft in Bonn.
Zur Zeit ist Ohrenkuss Teil einer Ausstellung im Kurfürstlichen Gärtnerhaus in Bonn (1. Juni bis zum 21. Juni). Es ist eine Ausstellung mit Fotografien von Britt Schilling und Skulpturen von Burkhard Mohr.
In dieser Zeit hält die Ohrenkuss-Redaktion ihre Redaktionssitzungen in den Ausstellungsräumen ab. Und zu einer dieser Sitzungen wurde ein Philosoph eingeladen, um über das Thema Zeit nachzudenken. Vielen Dank, für die sehr freundliche Aufnahme und das interessante Gespräch. Einblicke finden sich hier:
Ohrenkuss und die Wunderscheibe
Zur Banalität des Bösen
Arendts Formel von der „Banalität des Bösen“ war von Beginn an umstritten. Neuere Forschungsergebnisse, die sich auf das Arendt nicht vorliegende „Sassen-Interview“ stützen, zeigen, dass Antisemitismus ein die Handlungen Eichmanns bestimmender Faktor gewesen ist. Er war „Glaubenstäter“ und überzeugter Nationalsozialist nicht pflichtbewusster Funktionsträger. Das Interview mit Gabriel Bach, dem letzten noch lebenden Ankläger im Eichmann-Prozess stützt diesen kritischen Blick auf die Formel von der Banalität des Bösen.
Was endlich gesagt werden muss …
finden Sie hier im Haus der traurigen Bücher.
Vortrag: Wie Alice ins Wunderland geriet
Vor 150 Jahren hat Lewis Carrol das Mädchen auf eine wundersame Reise ins Wunderland hinter den Spiegeln geschickt. Es wird untersucht, was wir aus diesem vermeintlichen Kinderbuch über unsere Gesellschaft lernen können. In einigen Passagen wird die prekäre Lebenssituation des modernen Menschen vorweg genommen. Der Kinderbuchklassiker erscheint als ein sehr hellsichtiger soziologischer und philosophischer Essay zu unserer aktuellen Lebenssituation.
Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2012 „Gott und die Welt“.
VHS Koblenz
25.05.2012 (Fr.) , 19:00 Uhr – 20:30 Uhr
5,00 Euro Eintritt
Voranmeldung erbeten!
Tel.: 02 61 / 1 29 37 40
Karl May am Vorabend zum ersten Weltkrieg
Am 30. März vor 100 Jahren starb der berühmte Volksschriftsteller Karl May. Bis heute sind seine großen Figuren Winnetou, Old Shatterhand, Hadschi Halef Omar und viele mehr, bekannt. Weniger bekannt ist, dass der späte Karl May bekennender Pazifist war. Er erlag nicht der Faszination des Krieges und dem Hurra- Patriotismus. Wie passen Bärentöter und Silberbüchse zum Schweigen aller Waffen? Dieser Frage geht der Philosoph und bekennende Karl May-Liebhaber Dr. Thomas Ebers in seinem Vortrag nach.
Nordhorn
VHS, Bernh.-Niehues-Str. 49, Raum 115, 1. OG
Fr. 08.06.2012, 19:00 Uhr
7 Euro
Bitte Voranmeldung bei:
VHS Grafschaft Bentheim
Tel.: 05921/83650
Fax.: 05921/836520
eMail: info@vhs-nordhorn.de
Nur der Wahrheit verpflichtet
Medienphilosophen unter sich: http://www.spiegel.de/kultur/tv/peter-sloterdik-wettert-gegen-zdf-nachfolger-richard-david-precht-a-832314.html
Philosophisches Café im Kloster Frenswegen
Unter der Überschrift „Alle Menschen streben nach Glück. Aber was ist Glück?“ findet am Freitag, dem 13.07.2012 von 19.30 Uhr bis etwa 21.30 Uhr ein Philosophisches Café im Kloster Frenswegen in Nordhorn statt. Die Leitung hat Dr. Thomas Ebers aus Bonn.
Die Idee des Philosophischen Cafés knüpft an die Gesprächskultur im antiken Athen an. Der sokratischen Idee folgend, geht es darum, das philosophische Denken gemeinsam
zu pflegen und zu kultivieren. 1992 wurde in Paris das erste Café dieser Art eröffnet. Seitdem wurden weltweit über einhundert Philosophische Cafés gegründet.
Ab Sommer 2012 findet auch im Kloster Frenswegen regelmäßig ein Philosophisches Café statt. Bei heißen Getränken und Kuchen, bietet sich die Gelegenheit, philosophisch
interessante Themen in angenehmer und offener Atmosphäre zu erörtern. Jeder und jede ist eingeladen, an den Gesprächen teilzunehmen oder sich einfach inspirieren zu lassen. Ein Thema (z. B. Glück, Wahrheit, Liebe, Tod) und ein Moderator geben dem Gedankenaustausch Struktur. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Grafschaft Bentheim statt.
Teilnahmegebühr inkl. Heißgetränk und Kuchen: 5 EUR
(Ermäßigung, z. B. für Schüler, auf Anfrage)
Referent: Dr. Thomas Ebers, Bonn
Informationen bei Reiner Rohloff, ev.-ref. Moderator
