Neu erschienen: Denkzettel. Das Magazin Heft 1/2012

Denkzettel. Das Magazin 1/2012Denkzettel. Das Magazin
für Philosophie und Kulturgeschichte

Heft 1/2012
Aus dem Inhalt: Warum “Wozu Philosophie?“ fragen? / Philosophie & die Zukunft. Pragmatik als Überredungskunst / Nieder mit Silberbüchse und Bärentöter! Karl May und der Pazifismus / Säkularisierung. Ein Zwischenbericht / Rezensionen / Meldungen
Erscheinungsweise: 4 x im Jahr als elektronisches DokumentPDF-Dokument, EPUB, MOBI (auch bei Amazon als E-Book für den Kindle zu beziehen)

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Verlag: Schreikönig. Philosophischer Fachverlag (www.schreikoenig.de)
Einzelpreis: 10 Euro
Abonnementpreis*: 15 Euro je Halbjahr (zwei Exemplare). Das Abo ist jeweils nach zwei Heften (also halbjährlich) kündbar.
Ausgedruckte Exemplare: Für die Bereitstellung einer ausgedruckten Ausgabe werden zusätzlich 2,50 Euro (inkl. Versandkosten) pro Heft erhoben.

Die Religion hat in Habermas einen sie gegen die Theologie verteidigenden Kritiker

Hier geht es zu einem Artikel der FAZ vom 20.07.2012,
in dem über eine Diskussion zwischen Jürgen Habermas und dem Theologen Friedrich Wilhelm Graf berichtet wird. Hier ein kurzer Auszug des sehr lesenswerten Artikels:

„Habermas, wie gesagt, redet in München kaltblütig. Und doch voller Behutsamkeit. Wie ein guter Chirurg, der nicht mehr weh tun möchte als nötig. Nein, sagte er zunächst noch ohne Chirurgenkittel an Heinrich Meier, den Stiftungs-Philosophen, gewandt – nein, es sei nicht so, wie Meier denke, dass er, Habermas, sich mit der Religion aus purem soziologischem Interesse befasse. Er prüfe sie vielmehr als Ressource für die Philosophie, für eine Philosophie, die nicht naturalistisch-szientistisch verengt sich selbst widerlege, sondern ihre semantischen Potentiale ausschöpfen möchte. (…) Es war diese meisterhaft durchgehaltene Performanz, in der Rolle des religiös Unmusikalischen die Sache der Theologie stark zu machen, die dem Abend in der Siemens-Stiftung seinen Zauber verlieh.“

Arbeit am kulturellen Gedächtnis

Gestern, am 19.06.2012, wurde in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland die Austelleung Am Anfang Anselm Kiefer. Werke aus dem Privatbesitz Hans Grothe eröffnet. Wer die Gelegenheit hat, sich diese Arbeiten eines der weltweit bedeutensten deutschen Künstlers aus den letzten Jahrzehnten anzusehen, sollte diese auch unbedingt ergreifen. Die größtenteils momumentalen Arbeiten sind mindestens beeindruckend und teils überwältigend. In der Kunst- und Ausstellungshalle finden sie darüber hinaus einen angemessenen und ihre Wirkung steigernden Raum.

Kiefers Kunst lässt Raum für vielfältige gerade auch philosophische Assoziationen. Dies habe ich versucht in meinem Beitrag Bleiernes Ich. Anselm Kiefers Arbeit am kulturellen Gedächtnis, erschienen in dem die Ausstellung begleitenden Buch Anselm Kiefer. Am Anfang, Wienand Verlag Köln 2012, S. 120-129, zu zeigen.

Die Ausstellung läuft bis zum 16. September 2012.

Vortrag: Wie Alice ins Wunderland geriet

Vor 150 Jahren hat Lewis Carrol das Mädchen auf eine wundersame Reise ins Wunderland hinter den Spiegeln geschickt. Es wird untersucht, was wir aus diesem vermeintlichen Kinderbuch über unsere Gesellschaft lernen können. In einigen Passagen wird die prekäre Lebenssituation des modernen Menschen vorweg genommen. Der Kinderbuchklassiker erscheint als ein sehr hellsichtiger soziologischer und philosophischer Essay zu unserer aktuellen Lebenssituation.
Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2012 „Gott und die Welt“.

VHS Koblenz
25.05.2012 (Fr.) , 19:00 Uhr – 20:30 Uhr
5,00 Euro Eintritt

Voranmeldung erbeten!
Tel.: 02 61 / 1 29 37 40

Karl May am Vorabend zum ersten Weltkrieg

Am 30. März vor 100 Jahren starb der berühmte Volksschriftsteller Karl May. Bis heute sind seine großen Figuren Winnetou, Old Shatterhand, Hadschi Halef Omar und viele mehr, bekannt. Weniger bekannt ist, dass der späte Karl May bekennender Pazifist war. Er erlag nicht der Faszination des Krieges und dem Hurra- Patriotismus. Wie passen Bärentöter und Silberbüchse zum Schweigen aller Waffen? Dieser Frage geht der Philosoph und bekennende Karl May-Liebhaber Dr. Thomas Ebers in seinem Vortrag nach.

Nordhorn
VHS, Bernh.-Niehues-Str. 49, Raum 115, 1. OG
Fr. 08.06.2012, 19:00 Uhr
7 Euro

Bitte Voranmeldung bei:

VHS Grafschaft Bentheim
Tel.: 05921/83650
Fax.: 05921/836520
eMail: info@vhs-nordhorn.de

Philosophisches Café im Kloster Frenswegen

Unter der Überschrift „Alle Menschen streben nach Glück. Aber was ist Glück?“ findet am Freitag, dem 13.07.2012 von 19.30 Uhr bis etwa 21.30 Uhr ein  Philosophisches Café im Kloster Frenswegen in Nordhorn statt. Die Leitung hat Dr. Thomas Ebers aus Bonn.

Die Idee des Philosophischen Cafés knüpft an die Gesprächskultur im antiken Athen an. Der sokratischen Idee folgend, geht es darum, das philosophische Denken gemeinsam
zu pflegen und zu kultivieren. 1992 wurde in Paris das erste Café dieser Art eröffnet. Seitdem wurden weltweit über einhundert Philosophische Cafés gegründet.
Ab Sommer 2012 findet auch im Kloster Frenswegen regelmäßig ein Philosophisches Café statt. Bei heißen Getränken und Kuchen, bietet sich die Gelegenheit, philosophisch
interessante Themen in angenehmer und offener Atmosphäre zu erörtern. Jeder und jede ist eingeladen, an den Gesprächen teilzunehmen oder sich einfach inspirieren zu lassen. Ein Thema (z. B. Glück, Wahrheit, Liebe, Tod) und ein Moderator geben dem Gedankenaustausch Struktur. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Grafschaft Bentheim statt.

Teilnahmegebühr inkl. Heißgetränk und Kuchen: 5 EUR
(Ermäßigung, z. B. für Schüler, auf Anfrage)
Referent: Dr. Thomas Ebers, Bonn
Informationen bei Reiner Rohloff, ev.-ref. Moderator

Kleine Grundübung in Logik

Anlässlich der kostenlosen Koranverteilung (geplant 25 Millionen Exemplare) der Salafisten (Salafismus bezeichnet eine ultrakonservative Strömung des sunnitischen Islams, die sich ihrem Selbstverständnis nach an der Zeit der „Altvorderen“ orientiert) wird aktuell häufig eine Warnung des Verfassungsschutzpräsidenten Heinz Fromm zitiert: «Nicht jeder Salafist ist ein Terrorist. Aber fast alle Terroristen, die wir kennen, hatten Kontakt zu Salafisten oder sind Salafisten.»

Diese Aussage ist zugleich ein kleiner Grundkurs in Logik, denn explizit wird eine logisch fehlerhafte Verallgemeinerung vermieden (und so auch herausgestellt), auf der jedes Vorurteil basiert: Weiterlesen