Zur Banalität des Bösen

Arendts Formel von der „Banalität des Bösen“ war von Beginn an umstritten. Neuere Forschungsergebnisse, die sich auf das Arendt nicht vorliegende „Sassen-Interview“ stützen, zeigen, dass Antisemitismus ein die Handlungen Eichmanns bestimmender Faktor gewesen ist. Er war „Glaubenstäter“ und überzeugter Nationalsozialist nicht pflichtbewusster Funktionsträger. Das Interview mit Gabriel Bach, dem letzten noch lebenden Ankläger im Eichmann-Prozess stützt diesen kritischen Blick auf die Formel von der Banalität des Bösen.

Vortrag: Wie Alice ins Wunderland geriet

Vor 150 Jahren hat Lewis Carrol das Mädchen auf eine wundersame Reise ins Wunderland hinter den Spiegeln geschickt. Es wird untersucht, was wir aus diesem vermeintlichen Kinderbuch über unsere Gesellschaft lernen können. In einigen Passagen wird die prekäre Lebenssituation des modernen Menschen vorweg genommen. Der Kinderbuchklassiker erscheint als ein sehr hellsichtiger soziologischer und philosophischer Essay zu unserer aktuellen Lebenssituation.
Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2012 „Gott und die Welt“.

VHS Koblenz
25.05.2012 (Fr.) , 19:00 Uhr – 20:30 Uhr
5,00 Euro Eintritt

Voranmeldung erbeten!
Tel.: 02 61 / 1 29 37 40

Karl May am Vorabend zum ersten Weltkrieg

Am 30. März vor 100 Jahren starb der berühmte Volksschriftsteller Karl May. Bis heute sind seine großen Figuren Winnetou, Old Shatterhand, Hadschi Halef Omar und viele mehr, bekannt. Weniger bekannt ist, dass der späte Karl May bekennender Pazifist war. Er erlag nicht der Faszination des Krieges und dem Hurra- Patriotismus. Wie passen Bärentöter und Silberbüchse zum Schweigen aller Waffen? Dieser Frage geht der Philosoph und bekennende Karl May-Liebhaber Dr. Thomas Ebers in seinem Vortrag nach.

Nordhorn
VHS, Bernh.-Niehues-Str. 49, Raum 115, 1. OG
Fr. 08.06.2012, 19:00 Uhr
7 Euro

Bitte Voranmeldung bei:

VHS Grafschaft Bentheim
Tel.: 05921/83650
Fax.: 05921/836520
eMail: info@vhs-nordhorn.de

Philosophisches Café im Kloster Frenswegen

Unter der Überschrift „Alle Menschen streben nach Glück. Aber was ist Glück?“ findet am Freitag, dem 13.07.2012 von 19.30 Uhr bis etwa 21.30 Uhr ein  Philosophisches Café im Kloster Frenswegen in Nordhorn statt. Die Leitung hat Dr. Thomas Ebers aus Bonn.

Die Idee des Philosophischen Cafés knüpft an die Gesprächskultur im antiken Athen an. Der sokratischen Idee folgend, geht es darum, das philosophische Denken gemeinsam
zu pflegen und zu kultivieren. 1992 wurde in Paris das erste Café dieser Art eröffnet. Seitdem wurden weltweit über einhundert Philosophische Cafés gegründet.
Ab Sommer 2012 findet auch im Kloster Frenswegen regelmäßig ein Philosophisches Café statt. Bei heißen Getränken und Kuchen, bietet sich die Gelegenheit, philosophisch
interessante Themen in angenehmer und offener Atmosphäre zu erörtern. Jeder und jede ist eingeladen, an den Gesprächen teilzunehmen oder sich einfach inspirieren zu lassen. Ein Thema (z. B. Glück, Wahrheit, Liebe, Tod) und ein Moderator geben dem Gedankenaustausch Struktur. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Grafschaft Bentheim statt.

Teilnahmegebühr inkl. Heißgetränk und Kuchen: 5 EUR
(Ermäßigung, z. B. für Schüler, auf Anfrage)
Referent: Dr. Thomas Ebers, Bonn
Informationen bei Reiner Rohloff, ev.-ref. Moderator

Kleine Grundübung in Logik

Anlässlich der kostenlosen Koranverteilung (geplant 25 Millionen Exemplare) der Salafisten (Salafismus bezeichnet eine ultrakonservative Strömung des sunnitischen Islams, die sich ihrem Selbstverständnis nach an der Zeit der „Altvorderen“ orientiert) wird aktuell häufig eine Warnung des Verfassungsschutzpräsidenten Heinz Fromm zitiert: «Nicht jeder Salafist ist ein Terrorist. Aber fast alle Terroristen, die wir kennen, hatten Kontakt zu Salafisten oder sind Salafisten.»

Diese Aussage ist zugleich ein kleiner Grundkurs in Logik, denn explizit wird eine logisch fehlerhafte Verallgemeinerung vermieden (und so auch herausgestellt), auf der jedes Vorurteil basiert: Weiterlesen

LehmbruckMuseum konkret

Am Mittwoch, den 25. April 2012 finden zwei Seminare für Jugendliche im LehmbruckMuseum in Duisburg statt. Die Seminare werden geleitet von Dr. Thomas Ebers aus Bonn.
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  • Und wo bleibe ich? Philosophische Übungen in der Wertschätzung der Individualität. 120 Minuten; für Kinder von 11 – 15 Jahren (9:00 Uhr – 11:00 Uhr)
  • Gefühl und Mitgefühl. Über Lehmbrucks „Gestürzter“ zu den Spiegelneuronen.
    120 Minuten; für Jugendliche von 16 – 19 Jahren (11:15 Uhr – 13:15 Uhr)

Ende des „Philosophischen Quartetts“

Nach nunmehr 10 Jahren ist Schluss. Die letzte Ausgabe des „Philosophischen Quartetts“ findet am 13. Mai statt. Das Thema passt: „Die Kunst des Aufhörens“. Die beiden medial gut vertretenen Philosophen Rüdiger Safranski und Peter Sloterdijk werden von dem medial bestens aufgestellten Fernsehphilosophen Richard David Precht (dessen letztes Buch „Warum gibt es alles und nicht nichts? Ein Ausflug in die Philosophie“ übrigens lesenswert ist) abgelöst. Konzept und Titel der Sendung, die Ende des Jahres an den Start gehen soll, stehen noch nicht fest.

Ist Gott noch zu beweisen? Gottesbeweise und die Grenzen der Vernunft

Dr. Thomas Ebers (Foto: W. Weßling)

Dr. Thomas Ebers

Gottesbeweise führen in das Innere der Philosophie. Sie loten aus, was die menschliche Vernunft zu leisten vermag und wo ihre Grenzen liegen. Immer wieder totgesagt, leben sie länger. Der neue philosophische Arbeitskreis wird anhand ausgewählter Texte verschiedene Versuche, Gott zu beweisen, diskutieren. Ziel ist es Antworten darauf zu finden, wann es vernünftig ist, mit dem Denken aufzuhören.

Leitung: Dr. Thomas Ebers, Bonn
Beginn: Dienstag, 24. April 2012, 19.30 – 21.45 Uhr

Weitere Termine: 8.5. / 22.5. / 12.6. / 26.6. 2012.

Ort: Katholisches Bildungswerk, Kasernenstraße 60, Bonn,
Anmeldung erforderlich: BBN 7302014

Teiln.-Beitrag: € 30.-